Hallo meine Lieben!Heute berichten wir mal nicht aus Kansas City sondern aus den Rocky Mountains, genauer gesagt aus Green River – Utah, nahe der Grenze zu Colorado. Kansas City ist für uns nämlich Geschichte – leider. Die letzten zwei Wochen waren ziemlich hart, Endspurt auf der Uni, eine Menge Prüfungen, die Tanja und ich aber ausgezeichnet hinter uns gebracht haben. Also, wir können mit Stolz sagen, dass wir beide einen sehr guten Eindruck hinterlassen und die Universität Klagenfurt würdig vertreten haben.
Wie gesagt, das Semester ist vorbei und deshalb sind wir jetzt auf einem Roadtrip durch die USA, der uns durch Colorado, Utah, Arizona, Nevada nach Kalifornien führt.
Nun aber zur eigentlichen Geschichte und die handelt von unserem Trip nach Florida Ende November. Für europäische Verhältnisse war das Ganze schon eine extreme Geschichte: wir sind nämlich nicht nach Florida geflogen, sondern mit dem Auto gefahren!! Dabei haben wir mit unserem Mietwagen, einem 7-sitzigen Chrysler Voyager Missouri, Illinois, Kentucky, Tennesse und Georgia durchquert. (Zur Karte)
In Summe waren wir 11 Leute, alles Studenten, sieben im Mietwagen und vier in Desirees Auto. Im Mietwagen habe ich mich mit Sebastian und Stefan als Fahrer abgewechselt. Wir sind um 8 Uhr Abends in Kansas City aufgebrochen und in einem durch nach Miami gefahren, wo wir 24h und 15 Minuten später angekommen sind. Das war schon eine gewaltige Strecke, in Summe sind wir in acht Tagen dann 6.000 km gefahren. Nachdem der Benzin hier in der USA noch immer viel günstiger ist als in Europa (unter 3 $ pro Gallone) und wir uns die Kosten geteilt haben, war es eigentlich sehr günstig.
Florida an sich war dann einfach gewaltig!! Wir haben zuerst ein paar Tage in Miami South Beach verbracht, uns bei 27° Grad am Strand von der anstrengenden Fahrt erholt und einen der bekannten Nachtclubs besucht, wo auch hin und wieder Stars und Sternchen vorbeischauen. Nächstes Ziel unserer Reise waren dann die Florida Keys. Wir sind bei herrlichem Wetter die Straße von Key Largo nach Key West gefahren, die zum Großteil über Brücken führt wo man dann links und rechts das Meer sehen kann. Key West befindet sch ganz am Ende dieser Straße, bereits sehr weit im Golf von Mexico und näher zu Havanna als zu Miami. Außerdem ist es der südlichste Punkt vom Festland USA. Key West steht schon sehr stark unter karibischem Einfluss, was uns unglaublich gut gefallen hat: Häuser aus Zypressenholz, sehr viele verschiedene Palmen und ein feiner Sandstrand, der aber von der Dominikanischen Republik importiert wird!!
Das nächste große Ziel auf unserer Reiseroute war der Everglades National Park, der größte National Park der USA, der zu einem großen Teil aus Sumpf besteht und viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Am imposantesten waren wahrscheinlich die Alligatoren, die man dort fast hautnah ohne Sicherheitsglas erlebt. Die meisten von euch werden mit den Everglades die berühmten Airboats verknüpfen.
Letzter Stopp des Roadtrips war dann Orlando. Wir haben eine Nacht dort verbracht, haben dann zeitig in einem Wafflehouse gefrühstückt um dann gleich ins Kennedy Space Center zu fahren. Doch als wir aus dem Wafflehouse kamen und losfahren wollten, bemerkten wir dass die Einspritzanlage von Desirees Auto geleckt hat. Da es Thanksgiving Day war und keine Werkstatt offen hatte, beschlossen Desiree und ihre Mitfahrer auf Hilfe zu warten und so fuhren wir sieben im Van alleine ins Kennedy Space Center, da wir schon die Karten im Vornherein bezahlt hatten. Der Besuch im Kennedy Space Center war großartig, denn dieses einmal live zu sehen hat sich ausgezahlt. Historisch haben wir viel über die Apollomissionen zum Mond gelernt. Apollo 19 war sogar im Inneren des Centers für die Besucher ausgestellt, denn diese Rakete haben sie dann am Ende nicht mehr für eine Reise zum Mond eingesetzt.
Leider mussten wir nach dem Besuch feststellen, dass unsere Freunde in Orlando schlafen mussten, da Desirees Onkel Lary (Desiree hat erfahren, dass ein Onkel von ihr, den sie zum ersten Mal vorm Wafflehouse Parkplatz dann gesehen hat, in Orlando wohnt J) das Auto auch nicht reparieren konnte. Aber das Schlimmste kommt noch: Die Crew in Desirees Car musste weitere vier Nächte in Orlando schlafen, denn das Auto konnte in der Werkstatt nicht so schnell auf Vordermann gebracht werden (typisch Amis J).
Alles in allem war der Florida Trip mit insgesamt 11 Leuten super, denn wir haben viel Eindrucksvolles gesehen und hatten auch sehr viel Spaß gemeinsam. Es hat sich wirklich ausgezahlt!!!
Wir haben wieder verschiedene Alben für die Florida Bilder erstellt: